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Triade (Philosophie)

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Triade (Philosophie) Artikel

Buch-Tipp: 'Ich wĂŒrde es genauso wieder machen'. Sophie Scholl. Sehr gut zu lesen und sehr informativ Dieses Buch ist sehr flĂŒssig geschrieben und lĂ€sst sich sehr gut lesen. Man erfĂ€hrt sehr viel interessante Details ĂŒber das Leben der beiden Geschwister Hans und Sophie. Man erfĂ€hrt, warum sie diesen Weg gewĂ€hlt haben. Schade, dass es ab der Verhaftung etwas kurz gefasst ist, aber dazu gibt es dann ja...

Die Triade ( lat. trias zu Genetiv: triados) - eigentlich : Dreiheit; in dem ĂŒbertragenen Sinne auch Dreischritt - genannt

  • 1. bei Proklos vollzieht sich in Triaden die dialektische Emanation des Seienden. Allgemein ausgedrĂŒckt: die Art und Weise, in der sich das Weltgeschehen als Ganzes vollziehen soll
  • 2. die Erkenntnismethode, die aus den Momenten Thesis, Antithesis und Synthesis besteht

Wird Materie mit Bewußtsein identiffiziert und die triadische Form des Geschehens angenommen, gilt die Triade in dem identischen Sinne als Seins- und Denkvorgang. Sie wird erstmalig in systematischer Form innerhalb des Neuplatonismus von Proklos vorgetragen. Dieser geht aus vom Einen (ein idealistisch verstandenes, alles umfassendes und ausmachendes Prinzip), das zunĂ€chst in sich selbst ruhe, lĂ€ĂŸt sich dieses sodann auf dem Wege der Emanationins Viele entfalten und es darauffolgend wieder zu dem Ausgangspunkt zurĂŒckkehren.

Jakob Böhme kennt auch triadische Prozesse, vor allem aber spielt dann in der klassischen deutschen Philosophie seit Fichte mit dem Höhepunkt bei Hegel, dann auch bei Franz Xaver von Baader , eine Rolle. Hegel, der das Denken mit der objektiven RealitĂ€t identifiziert, geht aus von der absoluten Idee - der Weltgeist von der Entstehung der Natur und des "endlichen Geistes" (d.h. als Logik - Thesis). Diesem Zustande folgt die Entstehung der Natur als die SelbstentĂ€ußerung der absoluten Idee - das Anderessein derselben (d.h. als Naturphilosophie - Antithese). Schließlich nimmt die absolute Idee in der Geschichte, deren höchste AusprĂ€gung die Geschichte der Philosophie sei, ihr eigenes Wesen wieder zu sich zurĂŒck, um schließlich in der Philosophie Hegels zu dem Bewußtsein ihrer selbst zu kommen (d.h. als Philosophie des Geistes - Synthesis).

Hegel lĂ€ĂŸt die triadische Form nicht ca. fĂŒr das Weltganze gelten, sondern wendet sie konsequent auch auf die Darstellung seiner einzelnen Erscheinungsformen und Entwicklungsphasen an, und zwar im Sinne, dass das Dritte stets die Wahrheit des Ersten und Zweiten ausmache. Er wirft Immanuel Kant vor, zwar die Form der TriplizitĂ€t, wenn auch ca. in dem Ansatz, gekannt und sie auf die Arten, nicht aber auf die Gattungen seiner Begriffe angewendet zu haben. Dies sei der Grund dafĂŒr, dass bei Kant das Maß als Drittes von QuantitĂ€t und QualitĂ€t nicht zu finden sei (in: Wisssenschaft der Logik, I, 337).

So ist bei Hegel beispielsweise in der Wissenschaft der Logik das Werden das Dritte von Sein und Nichts, das Maß Drittes von QualitĂ€t und QuantitĂ€t, der Widerspruch Drittes von IdentitĂ€t und Unterschied.

Zweifellos ist damit ein gewisser Schematismus in Hegels Philosophie hineingekommen, da er den Weltprozess als ein System auseinander hervorgehender und ineinander ĂŒbergehender Triaden auffaßt. Er selbst, dann aber insbesondere Karl Marx und Friedrich Engels haben wiederholt darauf hingewiesen, dass man sich beim Schema der Ă€ußeren Form nicht aufzuhalten habe. Hegel schreibt, dass sich "der Formalismus" "der TriplizitĂ€t gleichfalls bemĂ€chtigt und sich an das leere Schema derselben gehalten" habe, dass sie deswegen aber nicht ihren "inneren Wert" verliere (in: Wissenschaft der Logik, II 48). Ihren "inneren Wert" besitzt die Triade im von Hegel entdeckten Gesetz der Negation, das in der materialistischen Dialektik seine grundlegende Bedeutung eingenommen hat.


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